Barfußpark Beelitz – Fahr doch mal nach Brandenburg

Barfußpark Beelitz - Schuhe aus im Barfusspark Beelitz-Heilstätten, Foto © René Blanke
Barfußpark Beelitz

Der Barfusspark in Beelitz - Fahr doch mal nach Brandenburg

Von RENÉ BLANKE

16.09.2017 (Update: 27.06.2019) Der Barfusspark in Beelitz – Fahr doch mal nach Brandenburg. Heute ziehen wir die Schuhe aus und entschleunigen wirklich richtig.

Ausruhen, entschleunigen, im wahrsten Sinne einmal runterkommen, dass sind die Begriffe, die mir spontan nach dem Besuch bzw. Durchlaufen des Barfussparks in Beelitz-Heilstätten, einfallen.

Im Mai 2017 hat dieser Barfusspark seine Pforten ganz neu aufgemacht und erfüllt genau das, was er verspricht. Zurück zur Natur, auf einfache, wesentliche Dinge zurückzukommen, einfach mal das genießen, was einem umgibt.

Der Barfusspark in Beelitz, Start- und Endestation mit Reinigungsplätzen und Spinten, 360˚-HD-Panorama Foto: René Blanke

Den Barfusspark Beelitz erreicht man ziemlich leicht über die direkt vorhandene Autobahnanschlussstelle “Beelitz-Heilstätten” über die A9. Von Potsdam aus in südliche Richtung angefahren ist es ein Katzensprung, vielleicht 20 Minuten. Von Berlin dann entsprechend länger.

Es gibt einen zentralen Parkplatz (kostenpflichtig, 2 € für einen ganzen Tag), über den man den Barfusspfad Beelitz dann in etwa 5 Minuten, leicht erreichen kann. Am Eingang des Barfussparks erkennt man schon die Bänke mit den Bürsten, um sich nach dem Durchlaufen, die Füsse ordentlich schrubben kann – Handtücher nicht vergessen mitzubringen. Hier gibt es auch einen Spint (kostenfrei), in dem man seine Sachen packen kann, die man nicht auf den Pfad mitnehmen möchte, z. B. die Schuhe 😉 Im Kassenbereich gibt es neben dem Ticket auch einen großen, übersichtlichen Plan mit auf den Weg und wenn man das erste Mal da ist, auch eine Einweisung. Hier erfährst Du dann, wie und wo man am besten beginnt und wo es genau lang geht. Alles ist sehr modern und frisch, die Ansprechpartner sind alle super nett.

Während der Einweisung erfährst du, dass es insgesamt 3 Pfade gibt, die nach Farben sich unterscheiden, orange, rot und der blaue Pfad. Jeweils mit je 20 Stationen. Wenn Du dir wirklich Zeit lässt, dann benötigst Du ca. 3 h für alle Pfade, wir waren jetzt schon zum Dritten mal hier und haben in der Regel immer ca. 2 h benötigt – ohne jetzt durchzurennen. Es empfiehlt sich tatsächlich, die Empfehlung anzunehmen und die Pfade nach Plan zu durchlaufen, wie beschrieben gibt es pro Pfad 20 Stationen, unterschiedlicher Art.

Du musst Dir das so vorstellen, dass die Pfade im Grunde ein riesenlanger Weg – alles im allen ca. 3 km – durch den Wald darstellen und es dann immer einzelne Stationen gibt, die sich teilweise stark unterscheiden, nur in einem sind sie alle gleich, man geht immer barfuss hindurch. Am Start des ersten Pfades bekommst Du es direkt mit mehr oder weniger pieckenden Steinen zu tun, macht aber echt Spaß und dann – klar – Glasscherben. Ich habe sowas immer mal wieder gehört, dass Menschen durch Glasscherben laufen, hatte aber noch nie die Gelegenheit, hier war sie dann zum ersten Mal. Sehr interessantes Gefühl! Übrigens: Der Barfusspark eignet sich in jedem Fall auch für Kinder!!!

Der Barfusspark in Beelitz, Station “Schule”, 360˚-HD-Panorama Foto: René Blanke

Die Pfade und die jeweiligen Stationen sind sehr abwechslungsreich gestaltet und immer interessant. Steine, Glasscherben, Weitsprunggrube, Klangspiele, Spiegelbuch, Balancieren, Kräuterstation, Fühlen, Riechen, Frischer Lehm und so viel mehr. Lehm ist so eine Sache…

Hier empfehle ich, wenn Du mit deinen Kindern den Pfad durchlaufen willst, eventuell ein paar Klamotten noch zusätzlich mitzunehmen. Wir hatten das Pech, dass Unser im Lehm mehr als nur mit den Füssen eingetaucht ist, was jetzt nicht so schlimm war, aber der Lehm ist dann überall, wirklich überall.

Was mir auch aufgefallen ist und mir persönlich auch wichtig ist, dass sich die vielleicht vorhandene größere Menge an Leuten am Start doch relativ schnell auf die gesamte Anlage verteilt. Das bedeutet, dass Du eine Station, die Dir richtig gut gefällt, auch mehrmals ausprobieren kannst. Da der gesamte Pfad mehr oder minder durch den Wald führt, ist es auch schnell sehr leise und Du hörst halt nur noch die Geräusche, die ein Wald eben so macht. Herrlich!!! Also Entspannung auf der ganzen Linie.

Barfußpark Beelitz - Schau doch mal nach oben am Baumkronenspiegel, Foto © René Blanke
Barfußpark Beelitz

Es gibt auch die Möglichkeit, dass Du eigentlich gar nicht die einzelnen Stationen durchlaufen musst. Wenn z. B. die Ur-Oma mitkommt, die nicht mehr so gut zu Fuß ist, kann sie die ganze Zeit auf dem Spazierweg nebenher laufen. Alle Wege sind auch komplett rollstuhlgerecht.

Irgendwann kommt Dir vielleicht ein kleines Hüngerchen. Hier gibt es auch während des Durchlaufens der Pfade die Möglichkeit, dass Du eine Pause einlegen kannst, um mal zu verschnaufen, um was zu Essen.

Beim Beenden des Barfusspfades gibt es ja auch noch das Barfusscafé. Hier gibt es neben Kaffee auch kleinere Snacks, Eis usw., um nochmal ganz in Ruhe das Erlebnis Barfusspfad sacken lassen zu können. Hier gibt es sicher die eine oder andere Entscheidung, einen bestimmten Teil oder direkt gleich nochmal alle Pfade nochmal zu durchlaufen. Es macht wirklich extrem viel Spaß und was mir am meisten gefiel, war sich mal wieder richtig auf das Wesentliche zu besinnen und einfach diese Pfade mit seinen Lieben, zu genießen.

Barfußpark Beelitz – Tipp für Eltern

Klare Empfehlung an alle Eltern: Packt Wechselsachen für Eure Kinder ein 😉 Kein Kind fällt mit Absicht in den Matsch. Wir haben es nicht nur einmal erlebt – und es ist auch nicht schlimm, wenn es passiert, man muss es nur wissen. Der Papa freut sich, wenn die Bezüge vom Auto sauber bleiben.

Der Barfusspark in Beelitz-Heilstätten, Station “Nasses Gemisch”, Video © René Blanke

Barfußpark Beelitz – Öffnungszeiten und Preise

Wie gesagt, waren wir jetzt bereits zum Dritten mal hier im Barfusspfad Beelitz. Sehr auffällig, die Anlage und die Pfade sind super in Schuss und ich hatte nicht den Eindruck, dass die vielen Besucher den Pfaden irgendwie geschadet hätten. Klar, hier steckt natürlich sicher auch viel Arbeit dahinter, genau diesen Zustand zu erhalten.

Der Barfußpfad Beelitz ist von Anfang Mai – Ende September, 10 – 18 Uhr, an Wochenenden bis 19 Uhr, geöffnet. Die Preise (zum heutigen Stand, ohne Gewähr) für einen Erwachsenen beträgt 7,50 Euro pro Person und für ein Kind ab 4 Jahre 5,50 € pro Person. Rentner/Senioren/Menschen mit Behinderung 6,50 € pro Person. EC-Zahlung ist möglich.

Familienkarten:
1 Erwachsener + eigene Kinder: 16 €
2 Erwachsene + 2 eigene Kinder: 22 €
2 Erwachsene + beliebig viele eigene Kinder: 27 €

Kindergarten- und Schulgruppen pro Person: 4,50 €

Einige sagen, dass man hier wieder – für einen Moment Kind sein darf – finde ich nicht. Warum soll es nicht auch als Erwachsener erlaubt sein, einfach barfuss solch ein Erlebnis haben zu können. Ich habe es sehr genossen, bereits schon dreimal und es war sicher nicht das letzte Mal.

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Barfußpark Beelitz - Der Barfusspark in Beelitz mit der Kräutergartenstation, Foto © René Blanke
Barfußpark Beelitz - Der Barfusspark in Beelitz mit der Kräutergartenstation, Foto © René Blanke

Barfußpark Beelitz – Anfahrt

Mit dem Auto:
Über die A9, Ausfahrt Beelitz-Heilstätten, im Kreisverkehr von Berlin kommend die erste Ausfahrt, von Süden kommend die zweite Ausfahrt. Beschilderung Richtung Barfußpark/Baumkronenpfad folgen.
Aus Richtung Beelitz kommend bis zum Kreisverkehr an der Autobahnauffahrt Beelitz-Heilstätten und dann die dritte Ausfahrt Richtung Barfußpark/Baumkronenpfad nehmen.

Mit der Bahn:
Mit der Bahn bis Bahnhof Beelitz-Heilstätten und dann der Beschilderung Richtung Baumkronenpfad folgen. Fußweg bis Barfußpark ca. 500 m.

Mit dem Fahrrad:
An der „Straße nach Fichtenwalde 13“ in Richtung Baumkronenpfad und Barfußpark in das Parkgelände einbiegen. Dort sind Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorhanden.